Das Digitalisierungs- und Nachhaltigkeits-Glossar

Wichtige Begriffe rund um Digitalisierung und Nachhaltigkeit – so erklärt, dass jede*r sie versteht

Am Anfang einer nachhaltig digitalen Unternehmensstrategie stehen zumeist viele Fragezeichen. Ihnen werden unzählige Buzzwords begegnen und Fragen auftauchen, bevor Sie auf neue Lösungsansätze für eine nachhaltig digitale Zukunft stoßen. Um den Weg für Sie etwas abzukürzen, möchten ich Ihnen mit dem Digitalisierungs- und Nachhaltigkeits-ABC einen Überblick verschaffen. Ich kläre Definitionen und Begrifflichkeiten. Zudem zeige ich Ihnen Informationsquellen, welche Ihnen als Nachschlagewerk dienen können, um ein tieferes Verständnis der Themen zu erlangen.

Warum ein extra Lexikon für Begriffe zu Digitalisierung und Nachhaltigkeit?

Sie fragen sich vielleicht, warum ich mir trotz Google und Wikipedia die Mühe gemacht habe, eine Übersicht aller Begriffe rund um Nachhaltigkeit und Digitalisierung zusammenzustellen. Deshalb:

Im Kontext einer nachhaltigen Digitalisierung existieren viele Begrifflichkeiten, die schnell verwirrend sein können. Im allgemeinen Sprachgebrauch werden Begriffe aus diesem Themenbereich häufig fehlerhaft verwendet und digitale Technologien und Nachhaltigkeitskonzepte falsch interpretiert.

Eine nachhaltige Digitalisierung kann allerdings nur gelingen, wenn wir alle wissen wovon wir sprechen und ein gemeinsames Verständnis von Begriffen haben. Deshalb habe ich Ihnen auf dieser Seite, die wichtigsten Buzzwords zusammengefasst, die mir in meinem Arbeitsalltag begegnen.

Die wichtigsten Digitalisierungs- und Nachhaltigkeitsbegriffe

A wie …

Additive Fertigung (3D-Druck)

Additive Fertigung ist einer der großen Digitalisierungstrends. Vielen Menschen ist dieser Trend unter dem Begriff 3D-Druck bekannt.

Additive Fertigung bezeichnet Fertigungsverfahren, bei denen Material Schicht für Schicht aufgetragen und so dreidimensionale Gegenstände erzeugt werden. Dabei erfolgt der schichtweise Aufbau computergesteuert aus einem oder mehreren flüssigen oder festen Werkstoffen nach vorgegebenen Maßen und Formen. Typische Werkstoffe für das 3D-Drucken sind Kunststoffe, Kunstharze, Keramiken und speziell aufbereitete Metalle.

Die Vorteile des 3D-Drucks sind die hohe Flexibilität, Präzision sowie die Reduktion von Abfall. Typische Use-Cases für den Einsatz von 3D-Druck sind:

  1. Prototyping
  2. Individualisierung
  3. Innovative Produktentwicklung & Forschung

Quelle: Gibson, I. et al. (2021). Additive Manufacturing Technologies. Springer.

Agenda 2030

Die Agenda 2030 benennt fünf Kernbotschaften, die den 17 Nachhaltigkeitszielen (SDGs – Sustainable Development Goals) als handlungsleitende Prinzipien vorangestellt sind: Mensch, Planet, Wohlstand, Frieden und Partnerschaft (Englisch: 5 Ps: People, Planet, Prosperity, Peace & Partnership) und verdeutlichen die Zusammenhänge zwischen den Zielen.

Die Agenda 2030 und die SDGs zielen darauf ab, Armut und Hunger zu beseitigen, Menschenrechte für alle zu verwirklichen, Gleichberechtigung und Empowerment für alle Frauen und Mädchen zu erreichen und den Planeten und seine natürlichen Ressourcen dauerhaft zu schützen. Die globalen Ziele balancieren dabei die drei Dimensionen der nachhaltigen Entwicklung aus: die finanzielle, die soziale und die ökologische.

Quelle: bmz.de

Agiles Arbeiten

Wenn wir von Digitalisierung sprechen, landen wir schnell auch beim Thema Agilität.

Der Begriff stammt aus der Software-Entwicklung. Mit “agile” ist eine neue Art der Zusammenarbeit gemeint, die nicht mehr auf einen fixen Plan und dessen rigorose Umsetzung setzt. Stattdessen steht ein gemeinsames Verständnis des gewünschten Ergebnisses und ein ständiges Nachjustieren des Prozesses im Mittelpunkt. 

Der Unterschied zwischen agil und flexibel: Flexibel ist, was re-aktiv seine Form verändern kann, dann aber wieder zur Ausgangsform zurückfindet. Agil ist, was pro-aktiv aufgrund äußerer und selbstbestimmter Anforderungen die Form verändert und dann auch in der neuen Form bleibt.


B wie …

Big Data

Big Data ist ein Begriff, der omnipräsent ist. Häufig werden hier viele verschiedene Themen durcheinander geworfen. Für eine vollständige Definition des Begriffs Big Data, schauen wir uns vier Themenbereiche an:

  1. Informationen
  2. Technologien
  3. Analyse-Methoden
  4. Wirkung/Impact

Sie wünschen sich eine kurze und knappe Definition? Bitteschön:

“Big Data ist ein Informationswert, der durch ein so hohes Volumen, eine so hohe Geschwindigkeit und eine so große Vielfalt gekennzeichnet ist, dass er spezifische Technologien und Analysemethoden für seine Umwandlung in Wert erfordert.”

De Mauro, A., Greco, M. and Grimaldi, M. (2016), p. 122.

Für alle, die noch ein bisschen mehr über Big Data erfahren möchten, finden Sie in den folgenden Abschnitten eine detaillierte Beschreibung der vier Dimensionen:

Big Data: Informationen

Informationen sind der Treibstoff für Big Data. Das umfangreiche Ausmaß, mit dem wir heute Daten erzeugen, teilen und nutzen ist die Grundlage für Big Data. Wir sprechen von den vier V’s Volume, Variety, Velocity und Value (Deutsch: Volumen, Vielfalt, Geschwindigkeit und Wert) wenn wir die Eigenschaften von Informationen beschreiben.

Big Data: Technologien

Technologien sind eine wichtige Voraussetzung für die Nutzung von Big Data. In den letzten Jahren haben sich Computertechnologien massiv weiterentwickelt. Sie erinnern sich sicherlich an Ihren ersten MP3-Player auf den gerade einmal 30 Songs gepasst haben. Heute tragen Sie ein Smartphone in der Tasche auf dem sich im Zweifel Ihr ganzes Leben befindet. Für den Umgang mit Big Data sind insbesondere drei technologische Eigenschaften von Bedeutung:

  1. die Rechengeschwindigkeit
  2. die Kommunikationsgeschwindigkeit und das übertragbare Datenvolumen
  3. die Speicherkapazität

Unser Gehirn denkt linear. Deshalb unterschätzen wir oftmals technischen Fortschritt dieser Technologien. Doch in den letzten Jahrzehnten haben sich diese Technologien exponentiell weiterentwickelt und damit die Kosten massiv gesenkt. Sie sind damit die Grundlage für den Umgang mit Big Data.

Es gibt drei zentrale Annahmen zur fortschreitenden Entwicklung von Technolgien:

Moore’s Law (1965):

Bereits in 1965 skizzierte Gordon Moore seine Vorhersage über das Tempo fortschreitender Halbleitertechnologie. Laut Moore verdoppelt sich die Rechenleistung von Computern alle 18 Monate.

Butter’s Law (19xx):

Die Kommunikationsgeschwindigkeit verdoppelt sich alle 9 Monate.

Kryder’s Law (2005):

Die Speicherkapazität verdoppelt sich alle 13 Monate.

Big Data: Analyse-Methoden

Übliche statistische Verfahren scheitern an den riesigen Datenmengen. Manyika et al. (2011) und Chen (2012) haben die gängigsten Big-Data Analseverfahren herausgearbeitet:

  • Clusteranalyse
  • Genetische Algorithmen
  • Verarbeitung natürlicher Sprache
  • Maschinelles Lernen
  • Neuronale Netzwerke
  • Prädikative Modellierung
  • Regressionsmodelle
  • Soziale Netzwerkanalyse
  • Sentimentanalyse
  • Signalverarbeitung
  • Datenvisualisierung

Unternehmen müssen angesichts der Komplexität der Datenmengen in interdisziplinäre Business Intelligence- und Analytic Know-How investieren, um relevante analytische und IT-Fähigkeiten aufzubauen.

Big Data: Impact

Das Nutzen und Verwalten von Big Data wirkt sich auf viele Tätigkeitsbereiche unserer Gesellschaft aus. Big-Data-Anwendungen zeichnen sich durch ein hohes Maß an Anpassungsfähigkeit aus und können in verschiedenen Bereichen angewandt werden.

Gleichzeitig ist Big Data auch eine Quelle der Besorgnis. Big Data entwickelt sich sehr schnell weiter. Damit werden häufig Fakten geschaffen bevor die Gesellschaft und Politik einen adäquaten Rahmen schaffen kann. Es bedarf umfassender Richtlinien zum Schutz der privaten Daten.

Big Data hat auch tiefgreifende Auswirkungen auf Unternehmen, da sie gezwungen sind, ihre Organisation und alle ihre Geschäftsprozesse im Hinblick auf die Verfügbarkeit neuer Informationen zu überdenken.

Quellen:

Chen, H. et al. (2012). Business intelligence and analytics: From big data to big impact. MIS quarterly, 1165-1188.

De Mauro, A. et al. (2016), A formal definition of Big Data based on its essential features, Library Review, Vol. 65 No. 3, pp. 122-135.

Kryder, M.(2005). Kryder’s law. Scientific American, 32-33.

Mack, C. A. Fifty Years of Moore’s Law, in IEEE Transactions on Semiconductor Manufacturing, vol. 24, no. 2, pp. 202-207, May 2011.

Manyika, J. et al. (2011). Big data: The next frontier for innovation, competition, and productivity. New York, NY: McKinsey Global Institute.

Blockchain

Blockchain ist das Buzzword der Stunde. Dabei gab es bereits in den 70er Jahren eine erste Definition dieser Technologie. Damals beschrieben Wissenschaftler Blockchain als eine einfache Datenstruktur aus Informationsblöcken, die mit Hash-Zeigern verkettet sind. Das Aufkommen von Krypton-Währungen wie Bitcoin und Etherum haben die Definition von Blockchain massiv erweitert. Es ist diese grundsätzliche Definition entstanden:

Blockchain ist ein offenes, verteiltes Protokoll, das Transaktionen zwischen zwei Parteien effizient und auf nachprüfbare und dauerhafte Weise aufzeichnen kann.

M. Iansiti and K. R. Lakhani (2017)

Diese Definition hebt den Einsatzzweck der Blockchain als sogenannte Distributed Ledger Technologie (DLT) hervor. Es verdeutlicht die besonderen Eigenschaften Offenheit, Verifizierbarkeit und Unveränderlichkeit (permanente Aufzeichnungen), welche die Blockchain von anderen traditionellen Ledgern unterscheidet.

In 2021, haben ein italienisch-amerikanisches Forscherteam drei besondere Charakteristiken von Blockchain identifiziert, um sie leichter von anderen DLTs zu unterscheiden.

Blockchain ist eine Technologie

  • die für jeden anonymen Benutzer offen ist,
  • die dank der vollständigen und öffentlichen Aufzeichnung aller Transaktionen verifizierbar ist und
  • die aufgrund eines starken verteilten Konsensprotokolls so weit wie möglich unveränderlich ist.

Quelle:

Bobrow, D. A Note on Hash Linking, Communications of the ACM, vol. 18, no. 7, p. 413–415, jul 1975.

Ghiro, L., Restuccia, F., D’Oro, S., Basagni, S., Melodia, T., Maccari, L., & Cigno, R. L. (2021). What is a Blockchain? A Definition to Clarify the Role of the Blockchain in the Internet of Things.

Iansiti, M. and Lakhani, K. R. (2017): The Truth About Blockchain, Harvard Business Review, pp. 118–127.


C wie …

CDR – Corporate Digital Responsibility

Corporate Digital Responsibility (CDR) bedeutet im deutschen soviel wie Unternehmerische Digitalveranwortung. Gemeint ist unternehmerisches Handeln für den gesellschaftlich verantwortungsvollen Umgang mit Digitaltechnologie und Datenökonomie. In einer zunehmend digitalisierten Wirtschaft und Gesellschaft gehört sie zur Unternehmensverantwortung und entwickelt diese weiter.

Es handelt sich um freiwillige unternehmerische Aktivitäten, die die digitale Welt zum Vorteil der Gesellschaft gestalten.

Link zum Blog-Beitrag

Quelle: CSR-news.net

Cloud Computing

Cloud Computing oder auch kurz gesagt Cloud bezeichnet die internetbasierte Bereitstellung von Speicherplatz, Rechenleistung oder Anwendungssoftware als Dienstleistung.

Die Nutzung dieser Infrastrukturen erfolgt vorwiegend über Programme auf den zugreifenden Rechnern (Clients) sowie über den Webbrowser. Die Wartung und Pflege der zugrundeliegenden Architektur übernimmt der Anbieter (Amazon, Google etc.).

Der Begriff Cloud wurde schon in den 1990er Jahren eingeführt. ITler nutzen die Darstellung der “Wolke” (englisch: “Cloud”), um in IT-Diagrammen Teile einer Informationsarchitektur zu beschreiben. Warum eine Wolke?

Ähnlich wie bei einer Wolke ist die Cloud-Technologie “einfach da” und wir können sie von überall sehen. Im Falle der Cloud brauchen Anwender lediglich einen Internetzugang und sie können jederzeit von überall auf ihre Daten zugreifen. Nutzer bekommen in der Regel nicht mit, wie diese Daten gespeichert und bereit gestellt werden.

Unternehmen verwenden vier Methoden, um Cloudressourcen bereitzustellen:

  1. die öffentliche Cloud, die Ressourcen freigibt und der Öffentlichkeit Dienste über das Internet anbietet
  2. die private Cloud, welche nicht freigegeben ist und die Dienste über ein privates, internes Netzwerk anbietet, das üblicherweise lokal gehostet wird
  3. eine Hybrid Cloud, die Dienste zwischen öffentlichen und privaten Clouds abhängig von deren Zwecken freigibt und
  4. eine Community Cloud, welche Ressourcen nur zwischen Organisationen freigibt (bspw. zwischen Regierungsinstitutionen)

CSR – Corporate Social Responsibility

Seit 2011 definiert die Europäische Kommission CSR kurz und knapp als „die Verantwortung von Unternehmen für ihre Auswirkungen auf die Gesellschaft“. Diese Definition macht mich noch nicht wirklich schlauer. Sie bleibt auf einer Meta-Ebene. Was heißt das nun konkret?

Um diese Frage für mich zu beantworten, habe ich die Definition der ISO 26000 zu Rate gezogen und daraus für mich die folgende Interpretation des CSR-Begriffs abgeleitet:

Corporate Social Responsibility (CSR) bedeutet, Unternehmen übernehmen Verantwortung für die Folgen seines Handels für die Umwelt sowie die Gesellschaft. Unternehmen verwenden geeignete Maßnahmen und Instrumente, um die folgenden vier Ziele zu adressieren:

  1. Vermeiden oder zumindest minimieren negativer Auswirkungen auf einzelne Menschen, die Gesellschaft und die Umwelt
  2. Einhalten anzuwendendes Rechts
  3. Berücksichtigen der Stakeholder-Interessen
  4. Beitragen zu einer nachhaltigen Entwicklung

Dabei sind mit Folgen die Auswirkungen von Unternehmens-Aktivitäten, von Produkten und von Dienstleistungen gemeint. Damit die Interessen der Stakeholder angemessen berücksichtigt werden, braucht es Transparenz und Dialog.

Quellen: ec.europa.eu und iso.org

Cradle-to-Cradle

Das Designkonzept Cradle-to-Cradle (C2C) wurde von Michael Braungart, einem Professor für Chemie, und William McDonough, einem Architekten, entwickelt. Es lässt sich auf Materialien und Produkte ebenso anwenden wie auf Gebäude und ganze Städte.

Die Prozesse und Lebenszyklen der Natur sind die Vorbilder für die Schaffung von Systemen und Prozessen, die effizient und abfallfrei sind. Was Abfall wäre, wird zu Dünger oder Rohstoffen für die Industrie, während sich die traditionelle Ressourceneffizienz auf Lebenszyklusanalysen von der Herstellung über den Verbrauch bis hin zum Abfall konzentriert hat (cradle-to-grave).

In den letzten Jahren wurde die Kreislaufwirtschaft zum Überbegriff für die Darstellung von Methoden, die alles von der Wiederverwendung bis zum Verkauf von Funktionalität bzw. Produkten durch Geschäftsmodelle, die auf Vermietung oder Teilen basieren, umfassen.

Quelle: nachhaltigkeit.info

Cybersicherheit

In den letzten Jahren haben Cyberattacken und Angriffe auf firmeninterne IT-Systeme zugenommen. Dies ist eine der Kehrseiten der Digitalisierung. Deshalb wird Cybersicherheit immer wichtiger.

Cybersicherheit ist der Schutz von Systemen, Netzwerken und Programmen vor digitalen Angriffen. Diese Cyberangriffe sind in der Regel auf das Zugreifen, Ändern oder Zerstören vertraulicher Informationen, das Erpressen von Geld oder das Stören der normalen Geschäftsabläufe ausgerichtet.

Das Implementieren effektiver Cybersicherheitsmaßnahmen ist heute besonders schwierig, da es mehr Geräte als Menschen gibt und die Angreifer immer gewiefter und innovativer werden.

Sie finden heute verschiedene Standards wie den deutschen IT-Grundschutz oder die ISO 27000er Reihe, welche Ihnen Empfehlungen für das Umsetzten von adäquaten technischen und organisatorischen Schutzmaßnahmen liefert.

Quellen:

bsi.bund.de und iso.org


D wie …

Digitalisierung

Digitalisierung ist DAS Buzzword. Die ersten Definitionen stammen bereits aus den 1950er Jahren. Ich erspare Ihnen an dieser Stelle eine genaue Erläuterung der Begriffsentwicklung. Wenn wir heute in Unternehmen von Digitalisierung sprechen, dann geht es vor allem darum auf die Digitalsierungstrends zu reagieren.

Digitale Verantwortung (Englisch: Digital Responsibility)

Kurzform von Corporate Digital Responsibility.

Digitalisierungstrends

Es gibt fünf zentrale Trends der Digitalisierung:

  1. Big Data
  2. Cloud Services
  3. Internet der Dinge
  4. Additive Fertigung bzw. 3D-Druck
  5. Cybersecurity
  6. Künstliche Intelligenz

DJSI – Dow Jones Sustainability Index

Den Dow Jones Index kennen Sie sicher aus dem Wirtschaftsteil der Nachrichten. Seit 1999 veröffentlicht das New Yorker Verlagshaus Dow Jones eine Gruppe von nachhaltigen Aktien-Indizes.

Die Dow Jones Sustainability Indexes (DJSI) ist eine Familie von Aktienindizes, die nachhaltige Kriterien (basierend auf den 3 Ps – People, Planet & Profit ) berücksichtigen. Sie entstehen in Zusammenarbeit mit dem Zürcher Investmentspezialist RobecoSAM unter der Marke SAM (Sustainable Asset Management).

Neben einem weltweiten Nachhaltigkeits-Index umfasst die Familie weitere regionale Indizes: Etwa den DJSI Europe für Europa oder den DJSI Emerging Markets für Schwellenländer.

Quelle:

Donut-Ökonomie

Die Donut-Ökonomie ist ein ganzheitliches Wirtschaftsmodell der britischen Ökonomin Kate Raworth. Es bettet unsere Wirtschaft in planetare und soziale Grenzen ein und definiert einen Raum, in dem wir leben und wirtschaften können, ohne unseren Planeten zu gefährden. 

Raworth bedient sich in ihrem Modell einer visuellen Metapher: einem Donut, der aus einem inneren und einem äußeren Ring besteht.

Der innere Ring visualisiert das soziale Fundament. Darin liegt die Gesellschaft und deren Bedürfnisse, beispielsweise Nahrung und Zugang zu Bildung. Im äußeren Ring liegen die großen ökologischen Bedrohungen, allen voran die Klimakrise. Zwischen dem inneren Ring, dem sozialen Fundament, und dem äußeren Ring, der ökologischen Decke, liegt nach Raworth ein Raum, „in dem wir die Bedürfnisse aller mit den Mitteln des Planeten befriedigen können“.

Quelle: Raworth, K. (2018): Die Donut-Ökonomie, Endlich ein Wirtschaftsmodell, das den Planeten nicht zerstört, Hanser Verlag.


G wie …

GRI – Global Reporting Initative

Die Global Reporting Initative (GRI) ist eine Non-Profit-Organisation mit Sitz in den Niederlanden, die Richtlinien für die Nachhaltigkeitsbericht-Erstattung erstellt hat. Die GRI wurde 1997 von der in Boston ansässigen Organisation CERES (Coalition for Environmentally Responsible Economies) und dem UN-Umweltprogramm UNEP gegründet. Im Jahr 1999 wurde der erste Entwurf des GRI-Leitfadens für Nachhaltigkeitsberichte aufgesetzt. Seitdem wurden die GRI-Richtlinien mehrfach aktualisiert.

Quelle: globalreporting.org


I wie …

Internet der Dinge (Industry 4.0)

Folgt…

ISO 14000

ISO 14000 ist der Sammelname für die Normen zum Umweltmanagement. Mit diesen Normen wird ein Umweltmanagementsystem geschaffen, das leicht in bestehende Unternehmen integriert werden kann. Das Umweltmanagementsystem wird zu einem optionalen Werkzeug, welches die Arbeit vereinfachen kann. Die Normen dienen dabei als ein Arbeitsmodell zur kontinuierlichen Verbesserung. Bei der Aktualisierung des Standards im Jahr 2015 wurden neue Schlüsselbegriffe aufgenommen, wie z. B. Lebenszyklusanalyse und Umweltleistung.

Wenn das Managementsystem eingeführt ist, kann das Arbeitsmodell zur Bewertung der Einhaltung der Norm oder als Grundlage für eine externe Zertifizierung verwendet werden.

Quelle: iso.org

ISO 26000

Im Jahr 2010 hat die Internationale Standardisierungsorganisation (ISO) eine Norm im Bereich der sozialen Verantwortung vorgestellt – die ISO 26000. Die Norm wurde im Dialog mit verschiedenen Stakeholdern seit 2001 erarbeitet. Die Norm enthält Richtlinien, wie Organisationen mit gesellschaftlicher Verantwortung arbeiten sollten. Die Norm enthält keine Anforderungen und kann daher zu keiner Zertifizierung führen.

Quelle: iso.org


K wie …

Kreislaufwirtschaft

Synonym für Zirkuläre Wirtschaft.

Künstliche Intelligenz (Englisch: Artifical Intelligence)

Folgt…


L wie ….

Licence to operate

Folgt…


N wie …

Nachhaltige Digitalisierung

Folgt…

Nachhaltigkeitsziele (Englisch: SDGs – Sustainable Development Goals)

Folgt…


P wie …

PACT – Paris-Aligned & Climate Transition Index

Seit 2020 gibt es neben dem DJSI den Paris-Aligned & Climate Transition Index (PACT). Der PACT Index ist eine Familie von Aktienindizes, die mit einem Klimaszenario von 1,5 ºC globaler Erwärmung kompatibel sind sowie weiteren klimabezogenen Zielen.

Wie auch bei der DJSI Familie gibt es verschiedene regionale Indices.

Quelle: Folgt


S wie …

SI – Sustainable Investing

Verschiedene Indizes: Dow Jones Sustainability Index (DJSI), Paris-Aligned & Climate Transition Index (PACT) oder Carbon Efficient (xxx).

Quelle: Folgt

Soziale Verantwortung

Soziale Verantwortung bedeutet die Verantwortung einer Organisation für die Auswirkungen ihrer Entscheidungen und Aktivitäten auf die Gesellschaft und die Umwelt durch transparentes und ethisches Verhalten (ISO 26000).

Quelle: iso.org


T wie …

Triple Bottom Line

Das Konzept der Triple-Bottom-Line ist das erste, welches mir im Studium begegnete. Unter Triple-Bottom-Line versteht man die drei Dimensionen People, Planet & Profit. Das Konzept wurde bereits 1994 von dem Amerikaner John Elkington entwickelt, um die Gesamtleistung von Unternehmen zu messen. Bis dahin wurde nur die wirtschaftliche Performance von Unternehmen gemessen. Mit dem TPL-Ansatz wurden erstmals drei Dimensionen – sozial, ökologisch und ökonomisch – betrachtet. Das Modell ist nicht nur in der Unternehmenswelt bekannt, sondern auch bei Regierungen und NGOs. Institutionen wie die GRI empfehlen Unternehmen dieses Konzept in Geschäftsprozesse zu implementieren.

Quelle: Elkington, J. (1994). Towards the Sustainable Corporation: Win-Win-Win Business Strategies for Sustainable Development. California Management Review, 36(2), 90-100. https://doi.org/10.2307/41165746 


U wie …

UN Global Compact

Der Global Compact wurde im Juni 2000 auf Initiative des damaligen Generalsekretärs der UN – Kofi Annan – ins Leben gerufen. Es handelt sich um einen freiwilligen Vertrag zwischen der UN und Organisationen auf der ganzen Welt, die sich zur Einhaltung der zehn Prinzipien des Global Compact verpflichten. Die zehn Prinzipien umfassen vier Bereiche: Anti-Korruption, Menschenrechte, Arbeitsrecht und Umweltverantwortung.

Quelle: unglobalcompact.org

Unternehmerische Verantwortung (Englisch: Corporate Citizenship)

Folgt…


V wie …

VUCA

Folgt…


Z wie …

Zirkuläre Wirtschaft

Ganz allgemein beschreibt die zirkuläre Wirtschaft eine alternative Organisationsform zur vorherrschenden linearen volkswirtschaftlichen Produktionsweise. Die Art und Weise dieses zirkulären Wirtschaftens ist darauf ausgerichtet, sorgsam mit vorhandenen Ressourcen umzugehen und einen möglichst hohen Nutzungsgrad zu erzielen. In der Konsequenz bedeutet dies, dass Wirtschaftskreisläufe geschlossen und Abfälle auf ein Minimum reduziert werden. Mehr Hintergründe und Praxisbeispiele findet sich dazu in unserem Baustein.

Quelle: xxxx

Hier fehlt ein Begriff? Schreiben Sie mir gerne eine E-Mail an hello(at)pactum.advisory.com und ich nehme das Thema in das Digitalisierungs- und Nachhaltigkeits-ABC auf.


Lisa Kohlrusch

Transformationsbegleiterin, Nachhaltigkeitsexpertin & Mediatiorin

Lisa liebt Unternehmen, die sich verändern, um nachhaltiger und digitaler zu werden. Als Gründerin von PACTUM sieht sie ihre Mission darin, Menschen zu umfangreichen Transformationen zu ermutigen und sie dabei aktiv zu begleiten.

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